Welche Displaydiagonale für welchen Einsatzzweck sinnvoll ist, beantwortet der Beitrag Displaygrößen von Laptops und Tablets und Ihr Anwendungsgebiet bereits ausführlich. Dieser Beitrag setzt an einer anderen Stelle an: Er stellt Diagonale und Auflösung nicht getrennt, sondern gemeinsam dar – als Pixeldichte – und ergänzt sie um eine Größe, die bei der Geräteauswahl für den mobilen Einsatz oft unterschätzt wird: das Gewicht im Verhältnis zur Bildschirmdiagonale. Beide Kennzahlen lassen sich aus den technischen Daten der RobustBook-Modelle direkt ableiten und geben eine konkretere Antwort auf die Frage, wie scharf ein Bild tatsächlich wirkt und wie schwer ein Gerät bei einer bestimmten Displaygröße tatsächlich wird.
Zwei Displays mit derselben Auflösung sehen nicht gleich scharf aus, wenn ihre Diagonale unterschiedlich ist. Full HD (1920 x 1080 Pixel) auf einem 15,6-Zoll-Notebook wirkt deutlich grobkörniger als dieselbe Auflösung auf einem 11,6-Zoll-Tablet, weil sich die gleiche Pixelzahl auf einer kleineren Fläche verteilt. Für den mobilen Einsatz ist das relevant, weil Auflösungsangaben allein – „Full HD“, „HD“, „WUXGA“ – nichts darüber aussagen, wie fein Text, Symbole oder technische Zeichnungen tatsächlich dargestellt werden. Erst die Kombination aus Auflösung und Diagonale, ausgedrückt als Pixeldichte, liefert diese Information. Wer zusätzlich wissen möchte, wie hell ein Display bei Sonnenlicht sein muss und welche Rolle Entspiegelung dabei spielt, findet das im Beitrag Sonnenlesbare Displays: Nits, Entspiegelung, Polfilter – dieser Beitrag konzentriert sich bewusst auf Größe, Auflösung und Gewicht.
Im Sortiment kommen vier unterschiedliche Auflösungsklassen vor, die sich über Diagonalen von 6,67 bis 15,6 Zoll verteilen:
Auffällig ist, dass die gleiche Auflösung – etwa Full HD – über eine Spanne von 11,6 bis 15,6 Zoll hinweg verwendet wird. Auf dem Papier ist die Auflösung identisch, die tatsächliche Bildschärfe unterscheidet sich dabei aber erheblich, wie der folgende Abschnitt zeigt. Die Auflösung sagt außerdem nichts darüber aus, ob ein Display touchfähig ist: Laut Vergleichstabelle Laptops ist das Touchdisplay beim Durabook S15 nicht vorhanden, beim S14I optional und beim Z14I serienmäßig verbaut – bei identischer oder ähnlicher Full-HD-Auflösung. Auflösung, Touchfähigkeit und Diagonale sind also drei unabhängige Eigenschaften, die bei der Auswahl getrennt geprüft werden müssen.
Die Pixeldichte (angegeben in ppi, „pixels per inch“) errechnet sich aus der Diagonalen in Pixeln geteilt durch die Diagonale in Zoll. Die Diagonale in Pixeln ergibt sich aus der Wurzel der Summe der quadrierten horizontalen und vertikalen Pixelzahl. Auf Basis der oben genannten, aus den Vergleichstabellen und Produktseiten belegten Diagonalen und Auflösungen lässt sich diese Rechnung für jedes Modell durchführen. Die folgende Übersicht zeigt das Ergebnis, gerundet auf ganze ppi:
Das Muster ist eindeutig: Innerhalb derselben Full-HD-Auflösung sinkt die Pixeldichte von rund 190 ppi bei den 11,6-Zoll-Tablets auf rund 141 ppi bei den 15,6-Zoll-Notebooks. Für den mobilen Einsatz heißt das praktisch: Ein kleineres Display mit derselben Auflösung stellt Text und feine Linien schärfer dar, zeigt Bedienelemente aber auch kleiner an, sofern die Windows-Skalierung nicht entsprechend angepasst wird. Umgekehrt wirkt ein größeres Full-HD-Display bei gleicher Entfernung weicher, bietet dafür aber mehr Fläche für nebeneinander angeordnete Fenster. Die WUXGA-Tablets mit 10,1 Zoll erreichen mit rund 224 ppi die höchste Pixeldichte unter den Tablets und Notebooks im Sortiment – bei ähnlicher Bedienbarkeit wie ein 11,6-Zoll-Full-HD-Tablet, aber schärferer Darstellung. Der Archos X67 als kompaktes 5G-Handheld liegt mit rund 395 ppi noch einmal deutlich darüber, was für ein Gerät dieser Größenklasse typisch ist.
Für Mitarbeiter, die ein Gerät über eine ganze Schicht tragen oder mit einer Hand bedienen müssen, ist neben der Diagonale auch das Gewicht entscheidend – und die beiden Werte stehen nicht in einem festen Verhältnis zueinander. Die folgenden Angaben stammen jeweils aus der Vergleichstabelle oder, wo die Vergleichstabelle noch keinen Wert führt, aus der jeweiligen Produktseite:
Zwei Vergleiche innerhalb dieser Liste zeigen, dass die Diagonale allein wenig über das Gewicht aussagt: Das Durabook S14I und das Durabook Z14I haben beide ein 14,0-Zoll-Display, das Z14I wiegt mit 3,6 kg aber gut 1,3 kg mehr als das S14I mit 2,3 kg – der Unterschied liegt am robusteren, für höhere Fallschutzwerte ausgelegten Gehäuse des Z14I. Bei 15,6 Zoll liegen das Durabook S15 und S15AB mit je 2,6 kg deutlich unter dem Getac X600 mit ca. 4,41 kg, das als leistungsstärkeres Modell mit mehr Rechenleistung ausgelegt ist. Für die Praxis bedeutet das: Wer ein Gerät nach Diagonale auswählt, kennt damit noch nicht dessen Gewicht – beide Werte gehören zusammen geprüft, insbesondere wenn das Gerät über längere Zeit getragen, nicht nur an einem festen Arbeitsplatz genutzt wird.

Aus Diagonale, Auflösung, Pixeldichte und Gewicht lassen sich im RobustBook-Sortiment drei grobe Größenklassen für den mobilen Einsatz ableiten:
Der Archos X67 (6,67 Zoll, 380 g), das Durabook R8 (8,0 Zoll) und die 10,1-Zoll-Tablets Durabook R10, Getac UX10 und Getac ZX10 G2 (906 g beim ZX10 G2) sind für einhändige Bedienung und Scan-Workflows ausgelegt. Das R8 ist laut Produktseite ausdrücklich für den Hand-held-Workflow vorgesehen. Diese Klasse verbindet geringes Gewicht mit hoher Pixeldichte (189 bis 395 ppi), bietet aber die kleinste Displayfläche im Sortiment.
Die Durabook-Tablets R11L, R11 und U11I mit 11,6-Zoll-Full-HD-Display sind laut Vergleichstabelle Tablets für Fahrzeugeinsatz und Feldarbeit ausgelegt: R11L als Einstieg für Standardprozesse, R11 als Allrounder für Fahrzeug und Feld, U11I für maximale Outdoor- und Security-Optionen. Branchen wie Logistik oder Bau setzen typischerweise auf diese Displaygröße, wenn ein Gerät sowohl im Fahrzeug montiert als auch in der Hand genutzt wird.
Fieldbook RC300 (13,3 Zoll, 2,1 kg), Durabook S14I und Z14I (14,0 Zoll) sowie Durabook S15, S15AB und Getac X600 (15,6 Zoll) bilden die größte und zugleich schwerste Klasse im Sortiment, mit der niedrigsten Pixeldichte (141 bis 166 ppi) bei gleichzeitig größter Displayfläche. Wer an CAD-Modellen oder mehreren Fenstern nebeneinander arbeitet, findet dazu detaillierte Anforderungen im Beitrag CAD auf dem Notebook: Anforderungen an Grafik, Speicher und Display. Für Branchen wie Industrie oder Werkstatt, in denen ein Gerät überwiegend an einem festen oder halbfesten Arbeitsplatz genutzt wird und größere Displayfläche gegenüber geringem Gewicht überwiegt, ist diese Klasse in der Regel die passendere Wahl gegenüber einem Handheld oder Fahrzeugtablet.
Innerhalb dieser drei Klassen gilt: Je kleiner die Diagonale bei gleicher oder ähnlicher Auflösung, desto höher die Pixeldichte und desto geringer tendenziell das Gewicht – aber wie der Vergleich zwischen Durabook S14I und Z14I sowie zwischen Durabook S15/S15AB und Getac X600 zeigt, entscheidet innerhalb einer Diagonale zusätzlich die Robustheits- und Leistungsauslegung des jeweiligen Gehäuses über das tatsächliche Gewicht.
Nicht pauschal. Eine hohe Pixeldichte bedeutet schärfere Darstellung von Text und feinen Linien, macht Bedienelemente ohne angepasste Skalierung aber auch kleiner. Für Scan- und Hand-held-Workflows mit kurzen Blickabständen ist eine hohe Pixeldichte meist von Vorteil, für Geräte mit Handschuhbedienung zählt dagegen eher die physische Größe der Bedienflächen.
Weil das Gewicht nicht allein vom Display, sondern vom gesamten Gehäuse, der Robustheitsauslegung, dem Akku und der verbauten Hardware abhängt. Das zeigt der Vergleich zwischen Durabook S14I (2,3 kg) und Z14I (3,6 kg) bei identischer 14,0-Zoll-Diagonale.
Full HD (1920 x 1080 Pixel) – sie kommt bei allen vier Durabook-Laptops, bei drei der fünf Durabook-Tablets und beim Fieldbook RC300 zum Einsatz.
Der Archos X67 mit rund 395 ppi, gefolgt von den 10,1-Zoll-WUXGA-Tablets Durabook R10, Getac UX10 und Getac ZX10 G2 mit rund 224 ppi. Beide Berechnungen basieren auf den in den Vergleichstabellen und Produktseiten hinterlegten Diagonalen und Auflösungen.
Diagonale und Auflösung getrennt zu betrachten, beantwortet nur einen Teil der Frage nach dem passenden Display für den mobilen Einsatz. Erst die Pixeldichte zeigt, wie scharf ein Bild bei einer bestimmten Displaygröße tatsächlich wirkt – und erst das Gewicht im Verhältnis zur Diagonale zeigt, wie gut sich ein Gerät über eine Schicht hinweg tragen lässt. Im RobustBook-Sortiment reicht die Spanne von rund 141 ppi bei 15,6-Zoll-Notebooks bis rund 395 ppi beim 6,67-Zoll-Handheld, und von 380 g beim kleinsten bis knapp 4,5 kg beim größten Modell. Wer die passende Displaygröße nach Anwendungsgebiet sucht, findet die entsprechende Einordnung im Beitrag Displaygrößen von Laptops und Tablets und Ihr Anwendungsgebiet; wer zusätzlich die Ablesbarkeit im Sonnenlicht prüfen möchte, im Beitrag Sonnenlesbare Displays: Nits, Entspiegelung, Polfilter.
Für eine Empfehlung, welche Diagonale, Auflösung und welches Gewicht zu Ihrem konkreten Einsatzbereich passen, berät das RobustBook-Team kostenlos und unverbindlich.