Wi-Fi 6E und Wi-Fi 7 sind die beiden jüngsten WLAN-Generationen, die inzwischen auch bei robusten Laptops und Tablets angekommen sind. Beide unterscheiden sich von den älteren Standards Wi-Fi 5 und Wi-Fi 6 vor allem durch den Zugriff auf zusätzliches Funkspektrum und eine effizientere Nutzung der verfügbaren Kanäle. Für den Einsatz in Hallen, Lagern und Werkstätten ist das mehr als eine technische Randnotiz: Dort laufen häufig viele Geräte gleichzeitig im selben Netz, während Metallregale, Maschinen und Stahlkonstruktionen die Funkausbreitung erschweren. Dieser Beitrag erklärt, was Wi-Fi 6E und Wi-Fi 7 gegenüber den älteren Generationen ändern, warum das im industriellen Umfeld besonders zählt, welche Geräte im RobustBook-Sortiment welchen Standard tragen – und wo die Grenzen dieser neuen Technik liegen.
Die Bezeichnungen Wi-Fi 5, Wi-Fi 6, Wi-Fi 6E und Wi-Fi 7 sind vereinfachte Generationsnamen der Wi-Fi Alliance für die zugrundeliegenden IEEE-802.11-Standards. Sie lösen einander nicht abrupt ab, sondern bauen aufeinander auf: Jede neue Generation bringt mehr verfügbares Funkspektrum, effizientere Kanalnutzung und zusätzliche Mechanismen mit, um mehr Geräte gleichzeitig störungsarm zu versorgen.
Wi-Fi 5 basiert auf dem Standard 802.11ac und nutzt die Frequenzbänder 2,4 GHz und 5 GHz. Im RobustBook-Sortiment findet sich dieser Chipsatz-Typ etwa beim Durabook S15AB, dessen Konnektivität mit „Intel® Dual Band Wireless-AC 9260 & Bluetooth 5.0“ angegeben ist – die Bezeichnung „Wireless-AC“ entspricht dem 802.11ac-Standard, den die Wi-Fi Alliance als Wi-Fi 5 führt. Auch mehrere Getac-, Fieldbook- und Ruggon-Modelle im Sortiment tragen noch diese oder die noch ältere Generation: Das Getac ATEX EX80 nennt „Wi-Fi 802.11 a/b/g/n, Bluetooth (v4.0)“, das Getac X500 „Wi-Fi 802.11ac, Bluetooth v4.2“, das Ruggon Sol 7 „Wi-Fi 5, Bluetooth 5.0“ und der Fieldbook N80 G2 „Wifi5 802.11 a/b/g/n/ac“. Wi-Fi 6 (802.11ax) erweitert das im Wesentlichen um effizientere Übertragungsmechanismen bei weiterhin denselben zwei Frequenzbändern. Der Ruggon Spark 7 und der Ruggon Vulcan 10A führen dazu ausdrücklich „Wi-Fi 6“ in ihren Konnektivitätsangaben, der Fieldbook P101 nennt „Wifi 6 802.11 a/b/g/n/ac /ax“.
Wi-Fi 6E ist technisch eine Erweiterung von Wi-Fi 6 um ein drittes Frequenzband: das 6-GHz-Band. Zusätzlich zu 2,4 GHz und 5 GHz steht damit ein dritter, deutlich weniger überlaufener Frequenzbereich zur Verfügung, in dem ausschließlich Geräte mit Wi-Fi 6E oder Wi-Fi 7 funken. Ältere Geräte mit Wi-Fi 5 oder Wi-Fi 6 können dieses Band nicht nutzen – sie bleiben weiterhin auf 2,4 GHz und 5 GHz beschränkt und teilen sich dort die Kapazität mit allen anderen WLAN-Teilnehmern, Bluetooth-Geräten und sonstigen Funkquellen in Reichweite.
Wi-Fi 7 ist die aktuell neueste WLAN-Generation und im offiziellen IEEE-Standard als 802.11be geführt – im RobustBook-Sortiment wird das etwa beim Getac B360 G3 explizit mit „Intel® WiFi 7 BE200, 802.11be“ ausgewiesen. Wi-Fi 7 baut auf dem 6-GHz-Band von Wi-Fi 6E auf und ergänzt es um zusätzliche Mechanismen zur gleichzeitigen Nutzung mehrerer Frequenzbänder durch ein einzelnes Gerät. In der Praxis bedeutet das: mehr Kapazität für gleichzeitig aktive Geräte im selben Netz und eine geringere Verzögerung bei der Datenübertragung, weil das Netz flexibler auf mehrere Bänder ausweichen kann, statt sich auf einem einzigen Kanal zu stauen.
In Büroumgebungen mit wenigen Dutzend Geräten fällt der Unterschied zwischen den WLAN-Generationen oft kaum auf. Anders sieht das in Produktionshallen, Lagern und Werkstätten aus – aus mehreren Gründen, die sich gegenseitig verstärken:
Diese Kombination – viele Geräte, dämpfende Metallstrukturen und industrielle Störquellen – beschreibt genau die Einsatzumgebungen, für die RobustBook-Geräte konzipiert sind. Eine Übersicht der typischen Anforderungen in solchen Umgebungen liefert die Branchenseite Industrie mit Hinweisen zu Robustheit, Legacy-Schnittstellen und leistungsfähigen Prozessoren im Shopfloor-Einsatz. Für Lager- und Kommissionierprozesse mit Barcode-Scannern, Docking-Lösungen und Schichtbetrieb ist die Branchenseite Logistik die passende Anlaufstelle.
Der WLAN-Standard ist keine einheitliche Vorgabe über das gesamte Sortiment, sondern unterscheidet sich je nach Modell und Baujahr der verbauten Funkmodule. Die folgende Übersicht fasst zusammen, was auf den einzelnen Produktseiten und in den Vergleichstabellen dokumentiert ist.
Die Vergleichstabelle Tablets weist für die Durabook-Modelle R11L, R11, U11I und R8 in der Zeile „Bluetooth V5.0 / WLAN“ jeweils nur ein Häkchen ohne genauere Standardangabe aus, für das Durabook R10 dagegen explizit „Wi-Fi 7 / BT 5.4“. Die einzelnen Produktseiten liefern dazu die Details: Das Durabook R10 ist mit „modernstem Wi-Fi 7 und Bluetooth v5.4“ ausgestattet und ist damit aktuell das einzige Tablet im Sortiment mit Wi-Fi 7. Das Durabook R11L nennt „Wi-Fi 6E + Bluetooth v5.3“, das Durabook R11 „Wi-Fi 6E + Bluetooth v5.3, integriertes GPS + 4G LTE Combo“, das Durabook U11I „modernstes Wi-Fi 6E und Bluetooth v5.3“ und das Durabook R8 „Wi-Fi 6E, Bluetooth v5.3 sowie USB Type-C (Support DP) und Thunderbolt 4“. Damit trägt die aktuelle Durabook-Tablet-Reihe durchgehend mindestens Wi-Fi 6E, an der Spitze das R10 mit Wi-Fi 7.
Bei den Laptops zeigt die Vergleichstabelle Laptops für S15, S14I, Z14I und S15AB in der Zeile „WLAN“ ebenfalls nur ein allgemeines Häkchen. Auf den Produktseiten liegt der Standard konkret vor: Das Durabook S14I nennt „Wi-Fi 7 und Bluetooth v5.4“, ebenso das Durabook Z14I mit „Wi-Fi 7 und Bluetooth v5.4“. Das Durabook S15 führt „Wi-Fi 6E + Bluetooth v5.3“. Das Durabook S15AB ist mit „Intel® Dual Band Wireless-AC 9260 & Bluetooth 5.0“ ausgestattet – dem älteren 802.11ac-Chipsatz, wie er auch bei einigen anderen Marken im Sortiment noch verbaut ist. Bei den Laptops sind damit S14I und Z14I die Modelle mit Wi-Fi 7, das S15 trägt Wi-Fi 6E, während das S15AB noch auf der älteren Wireless-AC-Generation aufbaut.
Auch außerhalb der Durabook-Reihe reicht die Bandbreite von älteren bis zu aktuellen WLAN-Standards. Wi-Fi 7 tragen etwa das Getac B360 G3 mit „Intel® WiFi 7 BE200, 802.11be“ sowie das Getac UX10 EX und das Getac UX10, die beide „Wi-Fi 7“ in Verbindung mit Bluetooth 5.4 nennen. Wi-Fi 6E findet sich unter anderem bei den Getac-Modellen F110 EX, F110 G7, K120 EX, K120, S410 G5, S510, V110 G3, X600 und ZX80 sowie beim ZX10 G2. Ältere Standards sind ebenfalls noch im Sortiment vertreten, etwa beim Getac T800 mit „Intel® Dualband-Wireless-AC 7265, 802.11ac“ oder beim Getac ATEX EX80 mit „Wi-Fi 802.11 a/b/g/n, Bluetooth (v4.0)“ – ein für den Ex-Zonen-Einsatz zertifiziertes Gerät, bei dem die Funkausstattung eine untergeordnete Rolle gegenüber der Zonenzertifizierung spielt.
So deutlich der Kapazitätsgewinn durch das 6-GHz-Band ausfällt, so klar sind auch die Grenzen dieser neuen WLAN-Generationen – gerade im industriellen Umfeld.
Höhere Frequenzen breiten sich physikalisch schlechter aus als niedrigere: Sie werden von Wänden, Decken, Regalen und Maschinen stärker gedämpft und dringen weniger weit in Gebäude ein. Das 6-GHz-Band bietet zwar mehr Kapazität, deckt aber pro Access Point eine kleinere Fläche ab als das 5-GHz- oder 2,4-GHz-Band. In großen Hallen mit vielen Metallregalen kann das bedeuten, dass mehr Access Points nötig sind, um dieselbe Fläche lückenlos zu versorgen – ein Planungsaufwand, der bei einer reinen Geräteumstellung leicht übersehen wird.
Ein Endgerät mit Wi-Fi 6E oder Wi-Fi 7 kann seine Vorteile nur ausspielen, wenn auch die WLAN-Infrastruktur – also die Access Points und Router – den jeweiligen Standard unterstützt. Ist im Lager oder in der Werkstatt noch ein älterer Access Point mit Wi-Fi 5 oder Wi-Fi 6 ohne 6-GHz-Unterstützung installiert, verbindet sich auch ein neues Gerät mit Wi-Fi 7 lediglich über das ältere, gemeinsam nutzbare Frequenzband. Die Investition in ein neues Endgerät zahlt sich also erst dann voll aus, wenn auch die Netzwerkinfrastruktur entsprechend modernisiert wird.
Das 6-GHz-Band ist nicht in jedem Land im gleichen Umfang für den WLAN-Betrieb freigegeben; die jeweils zuständigen nationalen Regulierungsbehörden legen fest, welche Teile dieses Frequenzbereichs für Wi-Fi 6E und Wi-Fi 7 genutzt werden dürfen. Wer Geräte mit diesen Standards länderübergreifend einsetzt, sollte deshalb vorab prüfen, ob und in welchem Umfang das 6-GHz-Band am jeweiligen Einsatzort zugelassen ist – unabhängig davon, ob das eingesetzte Gerät selbst dafür zertifiziert ist.
Wi-Fi 7 baut auf dem 6-GHz-Band von Wi-Fi 6E auf und ergänzt zusätzliche Mechanismen zur gleichzeitigen Nutzung mehrerer Frequenzbänder. In der Praxis wirkt sich der Vorteil aber nur aus, wenn auch die eingesetzten Access Points Wi-Fi 7 unterstützen – sonst verbindet sich ein Wi-Fi-7-fähiges Gerät auf dem Niveau der vorhandenen Infrastruktur.
Im aktuellen Sortiment ist das Durabook R10 das Tablet mit Wi-Fi 7. Die übrigen Durabook-Tablets R11L, R11, U11I und R8 tragen Wi-Fi 6E.
Das Durabook S14I und das Durabook Z14I tragen Wi-Fi 7. Das Durabook S15 trägt Wi-Fi 6E, das Durabook S15AB die ältere Wireless-AC-Generation.
Ja, sofern der vorhandene Access Point das 6-GHz-Band nicht unterstützt. Ohne einen entsprechenden Access Point verbindet sich auch ein neues Endgerät nur über die älteren, gemeinsam nutzbaren Frequenzbänder 2,4 GHz und 5 GHz.
Wi-Fi 6E und Wi-Fi 7 unterscheiden sich von Wi-Fi 5 und Wi-Fi 6 vor allem durch den Zugriff auf das zusätzliche 6-GHz-Band und eine effizientere Nutzung mehrerer Frequenzbänder. Für Hallen, Lager und Werkstätten mit vielen gleichzeitig aktiven Geräten, Metallregalen und industriellen Störquellen ist das ein relevanter Vorteil – vorausgesetzt, die Access-Point-Infrastruktur zieht mit und die Zulassung des 6-GHz-Bands am jeweiligen Einsatzort ist geklärt. Im RobustBook-Sortiment trägt aktuell das Durabook R10 als Tablet und das Durabook S14I sowie das Durabook Z14I als Laptops Wi-Fi 7, während S15 und die übrigen aktuellen Durabook-Tablets Wi-Fi 6E führen; ältere Modelle wie das Durabook S15AB oder einzelne Getac- und Fieldbook-Geräte setzen noch auf die Wireless-AC-Generation. Eine vollständige technische Übersicht mit allen Datenpunkten liefern die Vergleichstabelle Laptops und die Vergleichstabelle Tablets.

Bei Fragen, welches Modell mit welchem WLAN-Standard zu Ihrer Halle, Ihrem Lager oder Ihrer Werkstatt passt, unterstützt Sie das RobustBook-Team gerne bei der Auswahl.