Wer einen robusten Laptop oder ein robustes Tablet im Wechsel zwischen Außeneinsatz und Arbeitsplatz nutzt, steht früher oder später vor derselben Frage: Reicht ein einfaches HDMI-Kabel für den externen Monitor, oder lohnt sich eine Dockingstation mit USB-C- oder Thunderbolt-Anschluss? Dieser Beitrag ordnet die Andockarten, die im RobustBook-Sortiment tatsächlich verfügbar sind, erklärt den Unterschied zwischen USB-C- und Thunderbolt-Docks, zeigt, wie viele externe Bildschirme sich anschließen lassen, was Stromversorgung über das Dock bedeutet – und geht auf den Sonderfall robuster Geräte ein: fahrzeugmontierte Docks und Andocklösungen mit eigener Verriegelung.
Im Zubehörprogramm für Durabook-Laptops und -Tablets lassen sich vier grundsätzlich unterschiedliche Wege unterscheiden, ein Gerät an Peripherie und Monitore anzubinden:
Welche dieser Andockarten für ein bestimmtes Modell verfügbar ist, unterscheidet sich deutlich. Eine vollständige Übersicht liefert die Vergleichstabelle Laptops Zubehör für die Durabook-Laptops S15AB, S14I und Z14I sowie die Vergleichstabelle Tablets Zubehör für die Durabook-Tablets R11L, R11 und U11I. Laut dieser Tabellen ist die USB 3.0 Dockingstation für alle drei Laptop-Modelle und alle drei genannten Tablet-Modelle verfügbar. Die Office-Dockingstation und die Fahrzeug-Dockingstation sind bei den Laptops dagegen nur für das S14I und das Z14I gelistet, nicht für das S15AB. Bei den Tablets sind Office-Dock und Fahrzeug-Dock für R11L, R11 und U11I jeweils verfügbar.
Neben dem Zubehör führt auch die zentrale Vergleichstabelle Laptops einen eigenen Merkmalspunkt „Docking-Anschluss": Beim Durabook S15 und beim S14I ist er als optional gekennzeichnet, beim Z14I ist er fest vorhanden, beim S15AB ist er nicht vorgesehen. Bei den Tablets zeigt die Vergleichstabelle Tablets einen Docking-Anschluss für R11L, R11, U11I und R8, während das R10 in dieser Zeile keinen Docking-Anschluss aufweist. Das Durabook R11L wird auf seiner Produktseite explizit mit einem „Integrierten Docking-Port" beschrieben.
USB-C bezeichnet zunächst nur die Steckerform. Thunderbolt 4 ist ein Protokoll, das über denselben USB-C-Stecker läuft, aber zusätzliche Funktionen wie Bildausgabe und Datenübertragung über eine einzige Buchse bündeln kann. Nicht jedes Gerät mit USB-C-Anschluss unterstützt deshalb automatisch auch Thunderbolt – im RobustBook-Sortiment lässt sich dieser Unterschied anhand der einzelnen Produktseiten gut nachvollziehen.
Mit Thunderbolt 4 ausgestattet sind laut ihren jeweiligen Produktseiten unter anderem das Durabook S14I (2x Thunderbolt 4), das Durabook Z14I (2x Thunderbolt 4, zusätzlich HDMI und VGA), das Durabook R10 (1x Thunderbolt 4 Type-C), das Durabook R8 (USB Type-C mit DP-Unterstützung sowie zusätzlich Thunderbolt 4) und das Durabook U11I (1x Thunderbolt 4 neben 2x USB 3.2 Type A). Auch mehrere Getac-Modelle im Sortiment führen Thunderbolt 4: der Getac UX10 („Thunderbolt™ 4 Typ-C, USB 3.2 und Docking-Stecker serienmäßig"), das Getac UX10 EX sowie der Getac S410 G5, dessen Schnittstellenliste unter anderem 1x Thunderbolt™ 4 Typ-C, 1x HDMI 2.0 und 1x Docking-Anschluss ausweist.
Ein Gegenbeispiel liefert das Durabook S15AB: Seine Schnittstellenliste nennt 1x USB 3.1 Type-C, 2x USB 3.1 Type-A, 1x USB 2.0, 1x HDMI und 1x VGA – Thunderbolt wird für dieses Modell nicht genannt. Ähnlich beim Fahrzeugcomputer Ruggon Vulcan 10A, dessen Schnittstellen „USB 3.1 & USB-C (DP Alt Mode)" umfassen, oder beim Fieldbook P122 G2 mit USB 3.0, USB Type-C, HDMI und RS232 – auch hier ist kein Thunderbolt dokumentiert. USB-C ist also nicht gleich Thunderbolt: Ein USB-C-Anschluss kann, muss aber nicht Thunderbolt-fähig sein.
Dass USB-C-Docks und Thunderbolt-Nutzung im Sortiment auch als getrennte Zubehörkategorien geführt werden, zeigt die Konfiguration des Durabook S15: In der Rubrik „Docking & Connectivity" stehen dort das „Office Dock with AC Adapter (120W)", die „Durabook USB 3.0 Docking Station" und separat davon die „Durabook USB-C Docking Station" als eigenständige Optionen zur Auswahl – drei unterschiedliche Andocklösungen für ein und dasselbe Gerät.
Ein Hinweis zur Datenlage: In der zentralen Vergleichstabelle Tablets ist die Zeile „Thunderbolt 4 (USB-C)" aktuell nur für das R10 mit einem Anschluss ausgewiesen, obwohl die einzelnen Produktseiten von R8 und U11I Thunderbolt 4 ebenfalls nennen. Für einen vollständigen Abgleich lohnt sich deshalb neben der Vergleichstabelle immer auch der Blick auf die jeweilige Produktseite.
Nicht jeder Anwendungsfall braucht ein vollständiges Dock. Laut Vergleichstabelle Laptops verfügen alle vier aktuellen Durabook-Laptop-Modelle – S15, S14I, Z14I und S15AB – über einen HDMI-Anschluss (Type-A). Wer lediglich einen einzelnen externen Monitor anschließen möchte, etwa für eine Präsentation oder einen einfachen Zweitbildschirm am Schreibtisch, kommt bei diesen Modellen bereits mit dem eingebauten HDMI-Port aus, ohne zusätzliches Zubehör zu benötigen.
Das gilt besonders für Modelle ohne dedizierten Docking-Anschluss: Das Durabook S15AB ist laut Vergleichstabelle Laptops das einzige der vier Modelle ohne Docking-Anschluss, bietet aber direkt am Gerät HDMI, VGA sowie mehrere USB-Schnittstellen. Auch beim Getac X500 sind die Schnittstellen – 2x serielle Ports (RS232), 1x VGA, 1x HDMI und 4x USB 3.2 Gen 1 – direkt am Gehäuse verbaut, ohne dass die Produktseite einen Docking-Anschluss oder Thunderbolt für dieses Modell nennt.
Für Anwendungsfälle, in denen zusätzlich zum Monitor noch Netzwerkanbindung, mehrere USB-Geräte oder eine serielle Schnittstelle dauerhaft am selben Platz zur Verfügung stehen sollen, reicht ein einzelner HDMI-Anschluss dagegen nicht aus – hier kommen Office- oder USB-Dockingstationen ins Spiel, die diese Anschlüsse bündeln.
Am konkretesten beantwortet die USB 3.0 Docking Station diese Frage: Laut Beschreibung in der Vergleichstabelle Laptops Zubehör und der Vergleichstabelle Tablets Zubehör lassen sich über sie bis zu 6 USB-Geräte wie Maus, Tastatur und Kamera sowie zusätzlich bis zu 2 Monitore gleichzeitig anschließen – bei Laptops wie bei Tablets.

Die Office-Dockingstation für S14I und Z14I geht bei den Videoausgängen sogar noch weiter: Ihre dokumentierte Anschlussliste enthält sowohl einen DP(DisplayPort)-Anschluss als auch einen separaten HDMI-Anschluss – beide jeweils ausdrücklich als „Anschluss für einen externen Monitor" beschrieben – sowie zusätzlich einen VGA-Port für ältere Geräte oder Monitore. Damit stehen an dieser Dockingstation mehrere unabhängige Videoausgänge zur Verfügung.
Bei der Office-Dockingstation für die Tablets R11L, R11 und U11I ist die Anschlussliste etwas schlanker: Sie führt einen HDMI-Anschluss für einen externen Monitor, beim U11I zusätzlich einen VGA-Anschluss für ältere Geräte oder Monitore. Die Fahrzeug-Dockingstation der Tablets bietet ebenfalls einen HDMI-Anschluss für einen externen Monitor, beim U11I ergänzt um einen zusätzlichen VGA-Anschluss.
Auch direkt am Gerät kann mehr als ein Bildschirm möglich sein, ohne separates Dock: Der Getac X600 führt in seiner Schnittstellenliste sowohl 1x HDMI 2.0 als auch 1x DisplayPort direkt am Gehäuse, unabhängig von einer Dockingstation.
Eine Dockingstation kann zwei unterschiedliche Rollen bei der Stromversorgung übernehmen: Sie kann selbst mit Strom versorgt werden müssen, um ihre eigenen Anschlüsse und Komponenten zu betreiben, oder sie kann zusätzlich das angedockte Gerät mit Energie versorgen. Für die Office-Dockingstation von S14I und Z14I ist in der Anschlussliste eine „Gleichstrom-Eingangsbuchse" mit der Beschreibung „Stromversorgung für die einzelnen Komponenten" dokumentiert, ergänzt um eine eigene Strom-LED, die anzeigt, ob die Dockingstation aktuell mit Strom versorgt wird. Dasselbe Prinzip – eine Gleichstrom-Eingangsbuchse zur Stromversorgung der Komponenten – findet sich auch in der Anschlussliste der Fahrzeug-Dockingstation für die Tablets R11L, R11 und U11I sowie in der Anschlussliste der Office-Dockingstation für dieselben Tablet-Modelle.
Wie leistungsfähig das zugehörige Netzteil ausgelegt ist, lässt sich am Beispiel des Durabook S15 konkret benennen: In dessen Konfigurator wird als Zubehöroption „Office Dock with AC Adapter (120W)" geführt – die Office-Dockingstation wird dort also mit einem 120-Watt-Netzteil kombiniert angeboten.
Beim Getac S410 G5 findet sich unter den optionalen, konfigurierbaren I/O-Varianten unter anderem eine Ausführung mit „PowerShare USB 3.2 Gen 1 Typ-A" als benannter Anschlussoption. Zum Zubehörprogramm dieses Modells zählen außerdem ein Multibase-Ladegerät mit Doppelschacht, ein Multi-Bay-Ladegerät für acht Akkus sowie ein DC-DC-Adapter für Fahrzeuge (120 W, 11–32 VDC) für die Stromversorgung aus dem Bordnetz. Diese Angaben stammen direkt aus der Zubehörliste der Getac-S410-G5-Produktseite; weitergehende technische Details zur PowerShare-Funktion nennt die Seite nicht.
Im Feldeinsatz kommt zur reinen Anschlussfrage ein zweiter Aspekt hinzu: das Gerät muss während der Fahrt sicher fixiert bleiben und darf nicht ohne Weiteres entnommen werden können. Am ausführlichsten dokumentiert ist dieser Sonderfall bei der Fahrzeug-Dockingstation für die Durabook-Tablets R11L, R11 und U11I. Ihre Anschlussliste beschreibt neben den Datenanschlüssen eine eigene mechanische Verriegelung: eine „Verriegelungsstange (mit Schlüsselschlitz)", zu der die Vergleichstabelle Tablets Zubehör wörtlich anmerkt, das Tablet könne „sicher im Fahrzeug gelassen werden, ohne Sorge vor Diebstahl". Ergänzt wird die Halterung um Befestigungslöcher für eine VESA-Halterung, eine Ausrichtungsöffnung, damit das Tablet an der richtigen Stelle eingesteckt wird, sowie den eigentlichen Dockinganschluss.

An Datenanschlüssen führt diese Fahrzeug-Dockingstation laut Vergleichstabelle Tablets Zubehör einen Ethernet-Anschluss für eine 1-Gbit/s-Verbindung, 2x USB3.0-Anschlüsse, einen WWAN-Antennenanschluss, 2x USB2.0-Anschlüsse, einen HDMI-Anschluss für einen externen Monitor, einen GPS-Antennenanschluss, eine RS-232-Schnittstelle sowie die bereits genannte Gleichstrom-Eingangsbuchse zur Stromversorgung. Beim U11I kommen zusätzlich ein Schlitz für ein Kensington-Schloss, ein VGA-Anschluss, ein Audioausgang, ein Mikrofoneingang, ein LTE-Antennenanschluss, eine Schiebeverriegelung sowie vier Befestigungslöcher für eine VESA-Montage hinzu. Wer mehr über die serielle RS-232-Schnittstelle wissen möchte, die an mehreren dieser Docks vorhanden ist, findet dazu Hintergründe im Beitrag Die RS-232-Schnittstelle: Was ist sie, wofür wird sie verwendet?.
Auch die stationäre Office-Dockingstation für S14I und Z14I besitzt eine eigene mechanische Sicherung, wenngleich ohne Fahrzeugbezug: Ihre Anschlussliste nennt sowohl einen „Schalter zum Ver-/Entriegeln" – mit dem Hinweis, dass das Gerät während des Entfernens ausgeschaltet sein muss – als auch einen separaten Schlossriegel.
Bei der Fahrzeug-Dockingstation für Laptops ist die Datenlage dünner: Laut Vergleichstabelle Laptops Zubehör ist eine Fahrzeug-Dockingstation für das S14I und das Z14I verfügbar (in der Tabelle jeweils mit Haken markiert), der zugehörige Inhaltsabschnitt zu diesem Zubehörteil ist auf der Seite jedoch noch nicht ausgefüllt. Konkrete Anschluss- oder Verriegelungsdetails lassen sich für die Laptop-Variante deshalb an dieser Stelle nicht belegen – anders als bei der ausführlich dokumentierten Tablet-Variante.
Bei den Herstellern ohne integrierten Docking-Port findet sich der Fahrzeugbezug teils direkt im Zubehörprogramm des Geräts: Der Getac S410 G5 führt in seiner Zubehörliste sowohl eine „Dockingstation für Fahrzeug" als auch eine „Wiege für Fahrzeug" und eine „Dockingstation für das Büro" auf – zusätzlich zu einer separaten „DS100 USB-C-Dockingstation". Auch hier bleibt die Anschlussliste dieser konkreten Fahrzeug-Zubehörteile auf der Produktseite offen; genannt ist lediglich, dass sie zum Zubehörprogramm des Modells gehören.
Die USB 3.0 Docking Station verbindet Laptop oder Tablet über ein einziges Kabel mit bis zu 6 USB-Geräten und bis zu 2 Monitoren. Die Office-Dockingstation für S14I und Z14I geht darüber hinaus: Sie bringt zusätzlich einen Ethernet-Anschluss, eine RS-232-Schnittstelle, Audio-Ein- und Ausgänge sowie eine feste Docking-Steckverbindung mit eigener Verriegelung mit.
Für einen einzelnen zusätzlichen Monitor reicht der eingebaute HDMI-Anschluss, den laut Vergleichstabelle Laptops alle vier aktuellen Durabook-Laptop-Modelle besitzen. Sollen gleichzeitig mehrere Monitore, USB-Geräte und weitere Schnittstellen an einer einzigen Steckverbindung betrieben werden, ist eine Dockingstation die passendere Wahl.
Laut den jeweiligen Produktseiten unter anderem das Durabook S14I, das Durabook Z14I, das Durabook R10, das Durabook R8, das Durabook U11I sowie mehrere Getac-Modelle wie der Getac UX10, das Getac UX10 EX und der Getac S410 G5.
Bei der Fahrzeug-Dockingstation der Durabook-Tablets R11L, R11 und U11I übernimmt eine Verriegelungsstange mit Schlüsselschlitz die Sicherung gegen Diebstahl; beim U11I kommt zusätzlich eine Schiebeverriegelung hinzu. Für die entsprechende Fahrzeug-Dockingstation der Laptops ist auf der Zubehörseite aktuell kein technisches Detail zur Verriegelung dokumentiert.
Die Wahl der passenden Andockart hängt vom tatsächlichen Einsatzszenario ab: Für einen einzelnen zusätzlichen Monitor reicht bei allen aktuellen Durabook-Laptops der eingebaute HDMI-Anschluss. Wer regelmäßig zwischen mobilem Einsatz und einem festen Arbeitsplatz wechselt und dabei mehrere USB-Geräte sowie bis zu zwei Monitore über ein einziges Kabel anschließen möchte, ist mit der USB 3.0 Docking Station gut bedient. Für den dauerhaften Büroarbeitsplatz mit zusätzlichem Netzwerk-, Audio- und seriellem Anschluss bietet die Office-Dockingstation von S14I und Z14I die umfangreichere Lösung – inklusive eigener Stromversorgung und mechanischer Verriegelung. Für den mobilen Einsatz im Fahrzeug schließlich zeigt die Fahrzeug-Dockingstation der Durabook-Tablets, wie eine Andocklösung zusätzlich zur Datenübertragung auch die sichere, diebstahlgeschützte Befestigung des Geräts übernehmen kann. Ob USB-C oder Thunderbolt 4 zur Verfügung steht, ist dabei vom jeweiligen Gerätemodell abhängig – ein Blick in die Vergleichstabelle Laptops beziehungsweise die Vergleichstabelle Tablets zeigt vorab, welche Schnittstellen ein Modell tatsächlich mitbringt.
Bei Fragen zur passenden Dockingstation für Ihren Einsatzbereich unterstützt Sie das RobustBook-Team gerne bei der Auswahl des geeigneten Zubehörs.